Zu Beginn der Kaiserzeit bestand eine Legion aus 5500 Mann. Sie gliederte sich in 10 Cohorten. Die erste Cohorte ist größer als die übrigen. Sie ist in 5, die restlichen in 6 Centurien gegliedert. Zu jeder Legion gehörten 120 Reiter.
Im Kampf wurden die Mannschaften von Centurionen geführt. Sie waren auch für die Durchsetzung der Disziplin verantwortlich. Ranghöchster Centurio ist der Primus Pilus. Der Führer der Legion ist der Legatus Legionis. Er wird dabei von sechs weiteren Tribunen unterstützt.
Wichtig zu erwähnen ist der Aquilifer, der den Legionsadler trägt. Es handelt sich dabei um das Feldzeichen, daß der Legion vom Kaiser verliehen wurde. Der Verlust des Adlers ist schlimmer als eine Niederlage und beendete die Existenz einer Legion. Die entsprechenden Legionsnummern wurden gestrichen.
Neben den Elitesoldaten in den Legionen gab es noch die Hilfstruppen, die Auxiliartruppen, die der Zahl der Legionäre meist ebenbürtig waren.
In Friedenszeiten wurden die Legionen auch zu Schanz- und Bauarbeiten herangezogen. So war auch die beste Legion des römischen Imperiums, die Legio XIV Gemina Martia Victrix beispielsweise an der Erbauung der Römerbrücke über den Rhein oder an dem Bau des Ehrenmals des Germanicus beteiligt.
Die Legion wurde von Kaiser Augustus aufgestellt. Ihr Tiersymbol ist deshalb der Steinbock. Sie war am Bau der Rheinbrücke und am Ehrenbogen des Germanicus beteiligt. Sie war bis zum Beginn der Britannienfeldzüge des Kaisers Claudius in Mainz stationiert. Bei diesem Feldzug schlug sie sich so tapfer, daß sie
|
Ein Beispiel: Relief Steinbock. Wappentier der XXII.LegioPrimi Genia Pia Eideiis, Symbol der Göttin Fortuna |
|
den Zusatz Martia Victrix erhielt. Sie galt seitdem als die beste Legion des römischen Reiches. 70 n. Chr. wurde sie wieder nach Mainz verlegt. In dieser Zeit haben ca. 30000 Soldaten in der Legion gedient. Gegen Ende des ersten Jahrhunderts wurde sie nach Pannonien verlegt, ihr Standlager lag östlich vom heutigen Wien. Die 14. Legion war Bestandteil der obergermanischen Heeresgruppe, deren Verwaltungszentrum Mainz war.